Punktgenaue Produktionskontrolle für perfekte Qualität

Prozessbeobachtungin der Glashütte

PIEPER sichert eine ganzheitliche Prozessbeobachtung und Produktionskontrolle in vielen Bereichen der Industrie, so auch in der Glasindustrie. Glas ist einer der wichtigsten Werkstoffe unserer Zeit.

Im Alltag begleitet er uns so gut wie überall: von der Wasserflasche über Spiegel bis hin zum Fenster. In sogenannten Glashütten wird das Erzeugnis unter hohen Temperaturen hergestellt; dabei ist jede Fabrik auf die unterschiedlichen Glasarten spezialisiert. Flachglas, auch Floatglas genannt, ist die Glasart, die am häufigsten in der Bauindustrie verwendet wird. Die Herstellung verläuft in fünf Arbeitsschritten, die eine exakte Produktionskontrolle und Prozessbeobachtung verlangen. Das beginnt beim Vermengen der Rohstoffe und geht über Schmelze und Läuterung, Floatbad und Kühlzone bis hin zum Zuschneiden des Floatglases.

Ein wichtiger Schritt bei der Produktion von Glas ist das Aufschmelzen: Durch Erhitzen des Rohstoffgemenges bei Temperaturen von über 1.550 °C entsteht der amorphe Feststoff, dem in einem weiteren Produktionsschritt – der Läuterung – bei ähnlich hohen Temperaturen Blasen ausgetrieben werden, die sich zuvor in der Schmelze gebildet haben. Nachdem sich das flüssige Glas auf etwa 1.100 °C abgekühlt hat, fließt es auf ein Zinnbad (Floatbad). Da beide Materialien chemisch nicht miteinander reagieren, schwimmt die Glasmasse auf dem flüssigen Metall, breitet sich dort aus und erhält so seine glatte und gleichmäßige Oberfläche. Zur Regulierung der Glasstärke werden Toproller eingesetzt, die für die Geschwindigkeit, in der das Glas transportiert wird, zuständig sind – je nachdem wie schnell oder langsam das flüssige Glas über das Zinnbad läuft. Im weiteren Schritt wird das Erzeugnis durch den Rollenkühlofen geleitet, wo es verspannungsfrei langsam und gleichmäßig heruntergekühlt wird, um im finalen Produktionsschritt auf eine transportfähige Größe zugeschnitten zu werden.

Systeme zur Prozessbeobachtung und Produktionskontrolle im Einsatz


Fehler und Abweichungen im Herstellungsprozess, die aufgrund einer unzureichenden Prozessbeobachtung nicht erkannt werden, ziehen auch in der Glasindustrie gravierende Folgen nach sich: Mangelhafte Rohstoffe oder Temperaturschwankungen bei der Schmelze sind nur einige Risikofaktoren. Nicht zuletzt werden durch Störungen verursachte Produktionsausfälle und Standzeiten der Maschinen schnell zur eklatanten Kostenfalle. Die verlässliche Produktionskontrolle und Prozessbeobachtung gewährleisten eine lückenlose Überwachung der Schmelz-Prozesse und Qualität. Schwachstellen im System werden so rechtzeitig erkannt und eliminiert, bevor sie größeren Schaden anrichten können.

Um einen reibungslosen Ablauf unter den extremen Bedingungen in der Glashütte zu gewährleisten, werden hitzebeständige und robuste Systeme benötigt. PIEPER bietet genau das: spezielle Systeme zur Produktionskontrolle und Prozessbeobachtung in schwierigen Hochtemperaturumgebungen, die gleichbleibend präzise und hochwertige Ergebnisse liefern. Denn dank spezieller wasser-, oder alternativ luftgekühlter Schutzgehäuse und -sonden, eignen sich die PIEPER-Systeme für den Einsatz bei Temperaturen bis zu 2.400 °C. Gleichzeitig sind sie sensitiv genug für die Ausgabe und Speicherung hochauflösender Bilder und feinster Details.

Die netzwerkfähige Technik der IP-Kamera-Systeme von PIEPER garantiert eine optimale Prozessbeobachtung vom Produktionsbeginn bis zum Kühlofen. Wertvolle Analysen, beispielsweise zum Flammenbild und zum Abtransport der Schmelze sowie des fertigen Glases, und die Vermeidung unerwünschter Temperaturschwankungen gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität der Erzeugnisse.

PIEPER Produktionskontrolle und Prozessbeobachtung – für einen reibungslosen Ablauf in allen Herstellungsschritten der Glasindustrie.


Anwendern bzw. Bedienern werden über Monitore, die an das Glaskanten-Detektionssystem angeschlossenen sind, Referenzlinien gezeigt, die die exakte Position der Toproller und Glaskanten darstellen. Die Analyse und Messung der Brutto- und Nettobreite des Flachglases sowie des Abstands zwischen den Glaskanten und der Toproller-Spur können durch diese visuelle Prozessbeobachtung optimal gewährleistet werden.

Über die Fernsteuer-Software können alle installierten Kameras zudem jederzeit überprüft und die Funktionen zentral eingestellt werden. Werden zuvor festgelegte Referenzwerte über- oder unterschritten, löst das System einen Alarm aus.

Mittels Anbindung an das Prozessleitsystem wird so der Rundumblick auf das gesamte Produktionsverfahren sichergestellt und die Herstellung signifikant optimiert.

Vernetzte Qualitätssicherung im Produktionsprozess - PIEPER Produktionskontrolle und Prozessbeobachtung in der Glasindustrie


Bei der Herstellung von Flachglas kommt es zur Sicherstellung präziser Ergebnisse auf eine detaillierte Prozessbeobachtung an. PIEPER Glaskanten-Detektionssysteme wurden speziell für die Floatglas-Industrie entwickelt. Die intelligente Software detektiert und analysiert innerhalb des Spread-, Toproller- oder Exit-End-Bereichs zuverlässig Glaskanten und Toproller-Spuren auf kleinste Abweichungen; durch hochintegrative PIEPER-Videotechnik erfolgt eine ganzheitliche Produktionskontrolle. Dabei können bis zu 24 Kameras pro Produktionslinie installiert werden, die für eine zuverlässige Prozessbeobachtung sorgen und selbst kleinste Unregelmäßigkeiten in hochauflösender Bildqualität aufzeichnen.