Intelligente IP-Videotechnik in der Stahlindustrie

Visuelle Prozessüberwachungmithilfe von Thermovision

Um mit den technischen Entwicklungen der Industrie 4.0 Schritt zu halten, steht die Stahlindustrie vor der Herausforderung, analoge Anlagen nachzurüsten und mit IP-basierten Systemen zu verknüpfen, um eine lückenlose visuelle Prozessüberwachung der Stahlproduktion zu ermöglichen.

Mit über 50 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von individuellen Lösungen für eine ganzheitliche visuelle Prozessüberwachung ist PIEPER ein verlässlicher Partner und Experte im Bereich industrieller Video- und Sicherheitssysteme. Durch das breite Portfolio an Feuerraumkameras und -sonden werden selbst unter widrigen Umständen und in Hochtemperaturanlagen hochauflösende Kamerabilder generiert, die einen optimalen Produktionsablauf gewährleisten und somit für mehr Effizienz sorgen. Thermovision und Brandfrüherkennung sorgen für die deutliche Reduktion von Fehlerquellen und Risiken bis auf ein Minimum - zum Schutz von Mensch und Maschine.

Von Erz zu Stahl

Für das stahlharte Enderzeugnis bedarf es komplexer Produktionsschritte in extremen Temperaturumgebungen, die durch visuelle Prozessüberwachung mittels Thermovision zukunftsfähig, reibungslos, effizient und sicher ablaufen:

Die Eisenherstellung im Hochofenverfahren beginnt in Kokerei und Sinteranlage. Zunächst wird Kohle in der Kokerei auf über 1.000 °C erhitzt und entgast, wodurch Koks entsteht. Für die Herstellung von Roheisen wird als wichtiger Hilfsstoff zudem Sinter benötigt, der unter anderem aus Eisenerz und Koks in der Sinteranlage hergestellt wird. Beide Erzeugnisse werden dann im Hochofen bei bis zu 2.200 °C zu Roheisen geschmolzen und schließlich im Konverter zusammen mit Stahlschrott und Schlackenbinder zu Rohstahl gefrischt. In der Stranggussanlage erhält der Rohstahl dann seine erste Form. Es entstehen rechteckige Brammen, Knüppel oder Rundbarren, die am Ende dieses Produktionsschritts auf transportfähige Größen geschnitten werden. Im Warmwalzwerk wird der geformte Rohstahl erneut auf bis zu 1.260 °C erhitzt, um dann zu Blechen gewalzt zu werden. Im Kaltwalzwerk, können dann nochmals Dickenreduktionen auf unter einen Millimeter zur Weiterverarbeitung als Feinst- bzw. Elektroblech erreicht werden. Die Feuerverzinkung bildet schließlich den finalen Schritt der Stahlherstellung: Der Stahl wird mit Zink, der bei ca. 450 °C geschmolzen wird, überzogen, um ihn witterungsbeständig zu machen und damit vor Korrosion zu schützen.

HocheffizienteThermovision


Ob in der Kokerei, im Hochofen oder bei der Feuerverzinkung: Um eine reibungslose und sichere Produktionskette in der Stahlindustrie zu garantieren, ist eine moderne visuelle Prozessüberwachung mittels Thermovision unerlässlich. Die hochqualitativen Lösungen von PIEPER erfüllen genau diesen Bedarf moderner Industrieanlagen: In bestehende Netzwerke integriert, übermitteln die IP-basierten Systeme per Live-Stream hochauflösende Bilder an eine zentrale Leitstelle, sodass zu jeder Zeit die komplette Kontrolle und frühzeitige Korrekturmaßnahmen gewährleistet sind.

Mithilfe der PIEPER Thermovision werden beispielsweise Glutnester, die sich während des Transports von gebranntem und noch heißem Koks schnell zu ungewollten Bränden entwickeln können, frühzeitig erkannt. Unentdeckt könnten diese neben drohenden Schäden an Mensch und Maschine die Stilllegung der gesamten Produktion und damit eklatante wirtschaftliche Schäden zur Folge haben.

Um dies zu vermeiden, erfassen und messen individuell eingestellte Thermalkameras die Temperaturen im Hüttenwerk und alarmieren umgehend die Leitstelle bei Unregelmäßigkeiten. So können rechtzeitig entsprechende Maßnahmen eingeleitet und das Glutnest gekühlt werden, noch bevor es zu einem Brand kommt.

Setzen Anlagenbetreiber also auf intelligente Lösungen für die Industrie 4.0, sind sie mit der visuellen Prozessüberwachung und dem zusätzlichen Einsatz hochentwickelter Thermovision von PIEPER auf der sicheren Seite.

Ingenieurskunst „Made in Germany“: PIEPER ist der erfahrene Begleiter ins Zeitalter der digitalen Industrie 4.0. Eine neue Generation an analysefähigen IP-Kameras behält eine Vielzahl an Prozessen mittels Thermovision automatisiert im Blick. Die Kameras sind einfach installiert und können durch ihre leichte Bedienbarkeit schnell an das bestehende Netzwerk angeknüpft werden. Innerhalb kurzer Zeit sind sie einsatzbereit.

Effizienz- und Qualitätsoptimierung mit visueller Prozessüberwachung und Thermovision von PIEPER – für den entscheidenden Schritt voraus!

Vernetzte Qualitätssicherung durch Visuelle Prozessüberwachung


Bislang wurden viele Prozesse in Hüttenwerken aus Kosten- und Analysegründen manuell – und damit nur punktuell – überwacht. Die Folge: Eine hohe Fehleranfälligkeit und kaum Möglichkeiten, Prozesse zu automatisieren und effizient miteinander zu vernetzen.